Freilegung der Sandsteinmauern

Restaurant 1. Raum

Antrag an den durchlautigsten Landgrafen

HISTORIE   "Zum Fürstenkrug"


Nachdem Landgraf Carl zu Hessen-Kassel 1699 durch die französischen Hugenotten den ersten Grundstein des damaligen Dorfes "Sieburg" legte, wurde ca. im Jahre 1710 der heutige Fürstenkrug errichtet.

Als Baumaterieal verwendete man den hier abgebauten Sand- und Kalkstein, mit dem das ganze Gebäude errichtet wurde.

 

 

Der damalige Hausherr "Namens Brandes" gründete die erste Brandweindestille der Stadt. 

Mit Prvileg des Landgrafen im Jahre 1719 durfte auf Antrag der Eigens hergestellte Brandwein auch im Hause verkauft werden. Mit dem Namen FÜRSTENKRUG entstand somit der

1. Gastronomiebetrieb nebst Hotel in Carlshafen.

 

Die Legende besagt, das um die Jahunderwende (18. 19. Jahundert) eine hübsche Wirtin mit roten Haaren mit ihren Gästen auf den Tischen tanzte. Die Bürger gaben ihr und dem Lokal den Namen "Die blaue Maus".

 

Während dieser Zeit beherbergte der Fürstenkrug viele hoch angesehene Gäste, u.a. amerikanische Generäle die im 2. Weltkrieg im Hotel gastierten.

 

Unsere Herusforderung begann mit der Übernahme im Jahre 1999.

Geplant war, die ehemaligen Frühstücksräume des Hotels aus den 40-60zigern neu zu verputzen,

zu streichen und als Restaurant herzurichten.

Doch daraus wurde erstmal nichts. Bereits beim Abtragen der 6-lagigen schönen alten Tapetenschichten und Zeitungspapier aus dem Jahre 1898 viel uns der Lehmputz, durch die Jahrelange aufgenommene Feuchtigkeit, brockenweise entgegen. Von der alten Elektrik ganz zu Schweigen. Zum Vorschein kamen große Sandsteine. Nicht alle Häuser im Ortskern wurden mit großen Steinen errichtet. Nur Bewohner mit Geld konnten sich Diese leisten.

 

Kurzerhand wurde beschlossen, die Lehmschicht zu entfernen und die alten Mauern komplett freizulegen. 

Mit Herzblut und Fleiß wurde so der Lehm per Hand mit dem Spitzhammer abgeschlagen,

aus den Fugen wurden Stroh und kleine Steine (die den Halt gaben) mit Hammer und Meißel entfernt und neu verfugt.

Die abgehängten Decken wurden heraus gerissen und die vergipsten Balken freigelegt.

Hunderte von Nägeln mussten aus den Balken herausgezogen werden. 

Die alten Fußbodensandsteinplatten konnten leider nicht mehr erhalten werden, sie waren durch den damals modernen Stragulabelag schwarz und zerbröselt.

Mit Spitzhacke und Muskelkraft wurden die alten schweren Sandsteine bis auf´s Erdreich entfernt und der Boden mit Trockenestrich ausgelegt.  

So entstand nach und nach das heutige urige Lokal.